BAD SEGEBERG WIRD SMARTER
2020 habe ich das Ziel formuliert, Bad Segeberg Schritt für Schritt zu einer „Smart City“ weiterzuentwickeln. Dabei ging und geht es mir nicht um Digitalisierung um ihrer selbst willen oder um technische Spielereien. Mein Anspruch ist eine Stadt, die moderne Technik und neue Ideen dort nutzt, wo sie das Leben einfacher machen, Ressourcen schonen, Kosten reduzieren oder neue Möglichkeiten eröffnen.
Fünf Jahre später können wir an vielen Stellen konkret sehen, was aus diesem Anspruch geworden ist.
Auch Carsharing gehörte zu den Ideen, die ich 2020 für Bad Segeberg formuliert habe. Gemeinsam mit einem lokalen Anbieter haben wir geprüft, ob sich ein entsprechendes Angebot in unserer Stadt umsetzen lässt. Im Ergebnis zeigte sich, dass ein solches Modell unter den gegebenen Bedingungen wirtschaftlich nicht tragfähig gewesen wäre. Deshalb wurde auf eine Umsetzung verzichtet.
Auch das gehört für mich zu einer modernen Stadtentwicklung: Ideen ernsthaft prüfen, Möglichkeiten ausloten – aber nicht um jeden Preis umsetzen, wenn sich zeigt, dass ein Angebot nicht sinnvoll oder wirtschaftlich betrieben werden kann.
Bei unserer Straßenbeleuchtung sind wir dagegen einen großen Schritt weiter. Die vollständige Umrüstung auf moderne LED-Technik soll im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Gleichzeitig haben wir in Bad Segeberg eigens ein LoRaWAN-Netz aufgebaut, über das unter anderem unsere Straßenbeleuchtung intelligent gesteuert werden kann.
Darauf wollen wir aufbauen. In den kommenden Jahren sollen weitere Pilotprojekte zur intelligenten Beleuchtung folgen. Dabei geht es nicht nur um Energieeffizienz und eine bedarfsgerechte Steuerung, sondern auch darum, die besonderen Anforderungen des Fledermausschutzes zu berücksichtigen.
Auch bei der Energieversorgung unserer städtischen Gebäude sind wir vorangekommen. In den vergangenen Jahren haben wir Photovoltaik auf städtischen Gebäuden umgesetzt und nutzen damit geeignete eigene Flächen zur Erzeugung erneuerbarer Energie.
Ein weiteres Ziel von 2020 war es, Bad Segeberg auch für unsere Gäste digitaler erlebbar zu machen. Unsere Stadtführungen wurden inzwischen digitalisiert und bieten damit zusätzliche Möglichkeiten, unsere Stadt und ihre Geschichte selbstständig zu entdecken.
Und die Entwicklung ist damit längst nicht abgeschlossen. Weitere Projekte sind bereits in Arbeit oder werden geprüft. Dazu gehören auch Pilotprojekte im Bereich Smart City, bei denen wir untersuchen wollen, welche neuen Technologien und Anwendungen für Bad Segeberg tatsächlich einen Mehrwert bieten.
NICHT JEDE IDEE MUSS FUNKTIONIEREN. ABER JEDE GUTE IDEE VERDIENT EINE CHANCE.
Mein Anspruch aus dem Jahr 2020 gilt deshalb weiterhin: Wir müssen nicht jedem technischen Trend hinterherlaufen. Aber wir sollten offen für Neues sein und den Mut haben, Ideen zu prüfen und Dinge auszuprobieren.
Entscheidend ist für mich am Ende nicht, ob etwas besonders modern klingt, sondern ob es für Bad Segeberg funktioniert und den Menschen in unserer Stadt einen echten Mehrwert bringt.
Auf diesem Weg sind wir in den vergangenen fünf Jahren ein gutes Stück vorangekommen – und diesen Weg möchte ich weitergehen.

