Bad Segeberg lebt von den Menschen, die mehr tun, als sie tun müssten. In Vereinen, bei der Feuerwehr, in Kultur und Sport, in sozialen Initiativen, bei Veranstaltungen oder ganz praktisch in der Nachbarschaft übernehmen viele Menschen Verantwortung für andere. Dieses Engagement ist für unsere Stadt unverzichtbar – und verdient mehr als ein Dankeschön.
Wo stehen wir heute?
Bad Segeberg verfügt über ein vielfältiges und starkes ehrenamtliches Leben. Vereine, Verbände und Initiativen schaffen Gemeinschaft, organisieren Freizeitangebote, unterstützen Menschen und machen vieles überhaupt erst möglich, was unsere Stadt lebenswert macht.
In den vergangenen Jahren haben wir Vereine und ehrenamtliche Strukturen unterstützt, in Sport- und Freizeitinfrastruktur investiert und die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Engagierten weiterentwickelt.
Ein besonderer Pfeiler ist unsere Freiwillige Feuerwehr. Ihre Kameradinnen und Kameraden übernehmen rund um die Uhr Verantwortung für die Sicherheit unserer Stadt. Mit Investitionen in Gebäude, Fahrzeuge und Ausstattung schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass sie ihre Aufgabe auch künftig gut erfüllen können.
Gleichzeitig verändert sich das Ehrenamt. Zeit wird knapper, bürokratische Anforderungen steigen und viele Vereine stehen vor der Frage, wie sie neue Mitglieder und Menschen für Verantwortung gewinnen.
Deshalb reicht es nicht, das Ehrenamt zu loben. Wir müssen dafür sorgen, dass Engagement auch künftig möglich bleibt.
Was möchte ich bis 2033 erreichen?
Mein Ziel ist eine Stadt, in der Menschen gerne Verantwortung übernehmen – und dabei gute Rahmenbedingungen vorfinden.
Wir werden ehrenamtliches Engagement nicht durch Verwaltung ersetzen können und sollten es auch nicht. Die Stadt kann aber unterstützen, vernetzen, Räume und Infrastruktur bereitstellen und dort Bürokratie reduzieren, wo sie selbst Einfluss darauf hat.
Dabei möchte ich nicht nur die etablierten Vereine im Blick haben. Ehrenamt verändert sich. Manche Menschen möchten sich dauerhaft an einen Verein binden, andere lieber zeitlich begrenzt bei einem konkreten Projekt helfen.
Beides ist wertvoll.
Bis 2033 möchte ich deshalb traditionelle Vereinsstrukturen ebenso stärken wie neue und niedrigschwellige Formen des Engagements.
Was möchte ich konkret anpacken?
- Vereine und Engagierte besser unterstützen.
Die Stadt soll für Vereine und Initiativen ein verlässlicher Ansprechpartner bleiben. Wo Probleme entstehen, möchte ich gemeinsam nach Lösungen suchen und städtische Möglichkeiten möglichst unkompliziert zugänglich machen. - Die Ehrenamtsstrategie weiterentwickeln und umsetzen.
Die bereits begonnenen Arbeiten zur Stärkung ehrenamtlicher Strukturen möchte ich konsequent fortführen. Daraus sollen konkrete Unterstützungsangebote entstehen, die zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Engagierten in Bad Segeberg passen. - Bürokratie dort reduzieren, wo wir es können.
Anträge, Raumnutzung, Veranstaltungen oder Abstimmungen mit der Verwaltung sollten für Ehrenamtliche möglichst einfach funktionieren. Digitale Verfahren können helfen – ohne den persönlichen Ansprechpartner zu ersetzen. - Räume und Infrastruktur zugänglich halten.
Sporthallen, Veranstaltungsräume, Bürgerhaus und andere öffentliche Einrichtungen sind wichtige Grundlagen für ehrenamtliche Arbeit. Die Nutzung möchte ich transparent und möglichst einfach organisieren und unsere Infrastruktur Schritt für Schritt weiterentwickeln. - Unsere Freiwillige Feuerwehr dauerhaft gut ausstatten.
Moderne Fahrzeuge, Technik, Schutzkleidung und geeignete räumliche Bedingungen sind keine Extras. Sie sind Voraussetzung dafür, dass unsere Feuerwehr ihre Aufgabe erfüllen kann. Diese Investitionen müssen wir auch künftig verlässlich einplanen. - Neue Menschen für Engagement gewinnen.
Vereine und Initiativen brauchen Nachwuchs. Ich möchte deshalb stärker sichtbar machen, welche Möglichkeiten es in Bad Segeberg gibt, sich einzubringen – auch für Menschen, die zunächst nur für ein einzelnes Projekt oder wenige Stunden mitmachen möchten. - Engagement stärker vernetzen.
Viele Vereine und Initiativen beschäftigen ähnliche Fragen. Ein stärkerer Austausch kann helfen, Erfahrungen, Räume, Material oder Wissen miteinander zu teilen und gemeinsame Projekte entstehen zu lassen. - Wertschätzung sichtbar machen.
Wer über Jahre Verantwortung für andere übernimmt, verdient Anerkennung. Ehrungen und öffentliche Wertschätzung möchte ich fortführen – gleichzeitig aber auch die Menschen stärker sichtbar machen, die häufig im Hintergrund dafür sorgen, dass Gemeinschaft funktioniert.
Woran soll man den Fortschritt erkennen?
Fortschritt lässt sich beim Ehrenamt nicht allein daran messen, wie viele Vereine oder Mitglieder es gibt.
Entscheidend ist für mich, ob Menschen, die sich engagieren wollen, gute Bedingungen dafür vorfinden und das Gefühl haben, dass ihre Stadt sie unterstützt statt ihnen zusätzliche Hürden aufzubauen.
Bis 2033 möchte ich erreichen, dass Vereine einfacher auf städtische Angebote und Räume zugreifen können, Unterstützungs- und Vernetzungsangebote weiterentwickelt sind und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Ehrenamt verlässlich funktioniert.
Unsere Feuerwehr soll auch künftig personell, technisch und räumlich so aufgestellt sein, dass sie ihre wichtige Aufgabe erfüllen kann.
Und ich möchte, dass wir neue Formen des Engagements ermöglichen, damit auch Menschen mit wenig verfügbarer Zeit einen Weg finden, sich einzubringen.
Denn Zusammenhalt entsteht nicht durch Beschlüsse. Er entsteht dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.
Was haben wir bereits erreicht?
Wir beginnen auch hier nicht bei null. In den vergangenen fünf Jahren haben wir Vereine und ehrenamtlich Engagierte unterstützt, in Sport-, Freizeit- und Feuerwehrinfrastruktur investiert und neue Möglichkeiten geschaffen, ehrenamtliche Arbeit zu erleichtern.
Gleichzeitig haben wir begonnen, die Förderung des Ehrenamtes strategischer zu betrachten und gemeinsam mit den Beteiligten zu überlegen, welche Unterstützung künftig gebraucht wird.
Darauf möchte ich bis 2033 aufbauen.


