Klimaschutz entscheidet sich nicht nur auf internationalen Konferenzen oder in Berlin. Auch vor Ort können wir konkret handeln. Gleichzeitig erleben wir längst die Folgen eines veränderten Klimas. Deshalb gehören für mich Klimaschutz und die Anpassung unserer Stadt an Hitze, Starkregen und andere Wetterextreme zusammen.
Wo stehen wir heute?
In den vergangenen Jahren haben wir Klimaschutz in Bad Segeberg stärker in die praktische Arbeit der Stadt integriert.
Photovoltaik auf städtischen Gebäuden, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, der Ausbau von Ladeinfrastruktur, Maßnahmen für Rad- und Fußverkehr sowie die kommunale Wärmeplanung sind Beispiele dafür, wie aus allgemeinen Klimazielen konkrete Projekte werden.
Auch Stadtgrün spielt eine wichtige Rolle. Bäume, Grünflächen und Blühflächen verbessern nicht nur das Stadtbild, sondern leisten einen Beitrag für Artenvielfalt und ein angenehmeres Stadtklima.
Mit dem Klimamanagement und dem Bereich Klimaanpassung haben wir zudem personelle Voraussetzungen geschaffen, um diese Aufgaben dauerhaft und fachlich zu bearbeiten.
Gleichzeitig wird immer deutlicher: Wir müssen nicht nur das Klima schützen, sondern unsere Stadt auch an Veränderungen anpassen, die bereits stattfinden.
Deshalb arbeiten wir an einem Klimafolgenanpassungskonzept, das Risiken und notwendige Maßnahmen für Bad Segeberg systematisch betrachten soll.
Was möchte ich bis 2033 erreichen?
Mein Ziel ist eine Stadt, die Klimaschutz pragmatisch, konkret und mit Blick auf die tatsächliche Wirkung umsetzt.
Dabei geht es mir nicht um Symbolpolitik. Maßnahmen müssen ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich vertretbar und für eine Kommune umsetzbar sein.
Gleichzeitig möchte ich Bad Segeberg widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels machen. Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregen stellen andere Anforderungen an Straßen, Gebäude, Grünflächen und Entwässerung als noch vor einigen Jahrzehnten.
Klimaanpassung muss deshalb zu einem selbstverständlichen Bestandteil unserer Stadtentwicklung werden.
Was möchte ich konkret anpacken?
- Erneuerbare Energien auf städtischen Gebäuden weiter ausbauen.
Wo Dächer und Gebäude geeignet sind und sich die Investition sinnvoll darstellen lässt, möchte ich die Nutzung von Photovoltaik weiter voranbringen. - Die Umstellung auf moderne Straßenbeleuchtung abschließen.
LED-Beleuchtung reduziert Energieverbrauch und Betriebskosten. Die noch ausstehenden Bereiche sollen Schritt für Schritt modernisiert werden. - Kommunale Wärmeplanung in konkrete Entscheidungen überführen.
Die Wärmeplanung soll nicht in einem Konzept enden. Sie muss Orientierung dafür geben, welche Lösungen für unterschiedliche Bereiche unserer Stadt technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind. - Das Klimafolgenanpassungskonzept umsetzen.
Aus der Analyse müssen konkrete Prioritäten entstehen – etwa beim Umgang mit Starkregen, Hitze, Trockenheit oder besonders belasteten Bereichen. - Mehr Grün in der Stadt sichern und entwickeln.
Bäume und Grünflächen sind für Stadtklima und Lebensqualität wichtig. Bestehendes Grün möchte ich möglichst erhalten und dort, wo Bäume ersetzt werden müssen, für angemessene Nachpflanzungen sorgen. Bei neuen Planungen sollen Begrünung und Verschattung stärker mitgedacht werden. - Regenwasser stärker vor Ort berücksichtigen.
Bei der Entwicklung von Straßen, Plätzen und Quartieren müssen wir prüfen, wie Wasser besser zurückgehalten, versickert oder kontrolliert abgeleitet werden kann. Das entlastet bei Starkregen und hilft gleichzeitig in trockenen Zeiten. - Klimafreundliche Mobilität ermöglichen.
Gute Bedingungen für Bus, Fahrrad und Fußverkehr sowie die bessere Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel gehören auch zu einer klimafreundlichen Stadt. Dabei bleibt für mich entscheidend, Wahlmöglichkeiten zu schaffen, statt Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen. - Digitale Möglichkeiten sinnvoll nutzen.
Sensorik und digitale Daten können beispielsweise helfen, Energieverbrauch, Umweltbedingungen oder Infrastruktur besser zu erfassen. Smart City ist für mich künftig deshalb kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, mit dem wir unsere Stadt effizienter und nachhaltiger gestalten können.
Woran soll man den Fortschritt erkennen?
Fortschritt beim Klimaschutz zeigt sich für mich nicht an möglichst vielen Konzepten, sondern daran, ob daraus sichtbare Veränderungen entstehen.
Bis 2033 möchte ich erreichen, dass weitere geeignete städtische Gebäude erneuerbare Energie nutzen, die Modernisierung unserer Beleuchtung weitgehend abgeschlossen ist und aus Wärmeplanung und Klimaanpassung konkrete Projekte entstanden sind.
Gleichzeitig soll bei neuen Bau- und Stadtentwicklungsmaßnahmen selbstverständlich geprüft werden, wie wir mit Hitze, Starkregen, Begrünung, Energie und nachhaltiger Mobilität umgehen.
Und auch hier muss sich der Erfolg im Alltag zeigen: durch schattige und grüne Bereiche, einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser, eine moderne Infrastruktur und eine Stadt, die auf extreme Wetterereignisse besser vorbereitet ist.
Klimaschutz und Klimaanpassung sind für mich keine Projekte mit einem Enddatum. Entscheidend ist, dass sie bei den Entscheidungen unserer Stadt selbstverständlich mitgedacht werden.
Was haben wir bereits erreicht?
Wir beginnen auch hier nicht bei null. In den vergangenen fünf Jahren haben wir erneuerbare Energien ausgebaut, die Umstellung auf LED-Beleuchtung vorangebracht, klimafreundliche Mobilität gestärkt und die kommunale Wärmeplanung aufgenommen.
Mit Klimamanagement und Klimaanpassung haben wir zugleich Strukturen geschaffen, um die nächsten Schritte fachlich vorzubereiten und umzusetzen.
Darauf möchte ich bis 2033 aufbauen.


