Bezahlbar wohnen. Lebensqualität erhalten.

Bad Segeberg ist ein attraktiver Ort zum Leben – und das soll auch so bleiben. Dafür brauchen wir ausreichend Wohnraum, unterschiedliche Wohnformen und eine Stadtentwicklung, die zu den Bedürfnissen der Menschen passt. Bezahlbares Wohnen, gute Infrastruktur und Lebensqualität gehören für mich dabei zusammen.

Wo stehen wir heute?

In den vergangenen Jahren ist in Bad Segeberg neuer Wohnraum entstanden und weiterer auf den Weg gebracht worden. Ein besonders sichtbares Beispiel ist die Entwicklung der Gustav-Böhm-Siedlung mit insgesamt 243 Wohnungen und einer Kindertagesstätte. Damit entsteht nicht nur neuer Wohnraum, sondern ein ganzes Quartier wird weiterentwickelt.

Gleichzeitig zeigt unser Wohnungsmarktkonzept, dass der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum bestehen bleibt. Dabei geht es nicht nur um die Zahl der Wohnungen. Die Bedürfnisse verändern sich: Wir brauchen bezahlbare Wohnungen für Familien und Menschen mit geringerem Einkommen ebenso wie kleinere, barrierearme und seniorengerechte Angebote.

Nicht jede Idee hat sich dabei als umsetzbar erwiesen. So haben wir uns beispielsweise mit Tiny Houses beschäftigt. Unter den konkreten Rahmenbedingungen waren sie wirtschaftlich jedoch nicht sinnvoll realisierbar. Auch das gehört für mich zu verantwortungsvoller Stadtentwicklung: Neue Ideen ausprobieren – aber auch erkennen, wenn ein anderer Weg besser ist.

Was möchte ich bis 2033 erreichen?

Mein Ziel ist, dass Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen auch künftig in Bad Segeberg ein passendes Zuhause finden können.

Dafür brauchen wir mehr Vielfalt beim Wohnen. Junge Menschen, Familien, Alleinstehende und ältere Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Darauf muss sich unsere Stadtentwicklung einstellen.

Dabei möchte ich nicht einfach möglichst viele neue Flächen bebauen. Wir müssen sorgfältig mit dem vorhandenen Raum umgehen, Möglichkeiten der Innenentwicklung nutzen und neue Quartiere so planen, dass Wohnen, Mobilität, Grünflächen und soziale Infrastruktur zusammengedacht werden.

Besonders wichtig ist mir, bezahlbaren Wohnraum auch künftig zu ermöglichen. Die Stadt kann Mietpreise nicht allein bestimmen. Sie kann aber durch Bauleitplanung, eigene Grundstückspolitik und die Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen Rahmenbedingungen beeinflussen.

Was möchte ich konkret anpacken?

  • Bezahlbaren Wohnraum weiter ermöglichen.
    Bei neuen Wohnprojekten möchte ich darauf achten, dass nicht ausschließlich hochpreisiger Wohnraum entsteht. Geförderter und bezahlbarer Wohnungsbau muss weiterhin Bestandteil unserer Stadtentwicklung sein.
  • Mehr unterschiedliche Wohnformen schaffen.
    Wir brauchen nicht nur die klassische Wohnung oder das Einfamilienhaus. Kleinere Wohnungen, barrierefreie und seniorengerechte Angebote, gemeinschaftliche Wohnformen und neue Konzepte können das Angebot sinnvoll ergänzen.
  • Seniorengerechtes Wohnen ausbauen.
    Wer im Alter seine große Wohnung oder sein Einfamilienhaus verlassen möchte, braucht attraktive Alternativen in der eigenen Stadt. Mehr passende Angebote können gleichzeitig größere Wohnungen und Häuser für Familien verfügbar machen.
  • Innenentwicklung vor Außenentwicklung nutzen.
    Baulücken, Nachverdichtung und die Weiterentwicklung bereits bebauter Flächen sollten dort genutzt werden, wo dies städtebaulich sinnvoll und für das Umfeld verträglich ist.
  • Neue Quartiere ganzheitlich planen.
    Wo neuer Wohnraum entsteht, müssen Betreuung, Verkehr, Barrierefreiheit, Grünflächen, Klimaanpassung und die notwendige Infrastruktur von Anfang an mitgedacht werden.
  • Städtische Möglichkeiten gezielt einsetzen.
    Wo die Stadt über eigene Grundstücke oder planungsrechtliche Möglichkeiten verfügt, möchte ich diese Instrumente nutzen, um eine ausgewogene Wohnraumentwicklung zu unterstützen.
  • Lebensqualität erhalten und weiterentwickeln.
    Eine lebenswerte Stadt besteht nicht nur aus Wohnungen. Dazu gehören Schulen und Kitas, Sport- und Freizeitangebote, Kultur, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung sowie unsere Seen und Grünflächen. Diese Qualität möchte ich auch bei weiterem Wachstum bewahren.

Woran soll man den Fortschritt erkennen?

Fortschritt bedeutet für mich nicht allein, wie viele neue Wohnungen gebaut wurden.

Entscheidend ist, ob in Bad Segeberg Wohnraum entsteht, der tatsächlich zu den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen passt – bezahlbar, generationengerecht und möglichst barrierefrei.

Bis 2033 möchte ich erreichen, dass weitere Wohnprojekte umgesetzt oder verbindlich auf den Weg gebracht sind, das Angebot an kleineren und seniorengerechten Wohnungen wächst und wir vorhandene Flächen verantwortungsvoll nutzen.

Gleichzeitig muss Bad Segeberg trotz weiterer Entwicklung die Stadt bleiben, in der Menschen gerne leben.

Wachstum ist für mich deshalb kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass Wohnen und Lebensqualität miteinander wachsen.

Was haben wir bereits erreicht?

Wir beginnen auch hier nicht bei null. In den vergangenen fünf Jahren haben wir neuen und bezahlbaren Wohnraum auf den Weg gebracht, Quartiere weiterentwickelt und uns mit der Frage beschäftigt, welche Wohnangebote Bad Segeberg künftig braucht.

Gleichzeitig haben wir mit Investitionen in die öffentliche Infrastruktur – beispielsweise mit der umfassenden Sanierung unseres Hallenbades – wichtige Angebote für die Lebensqualität in unserer Stadt erhalten und modernisiert.

Darauf möchte ich bis 2033 aufbauen.

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